Research

Die 12 Förderprojekte des FFFLab

Was wird gefördert?

Im Rahmen des Förderverfahrens wurden Projekte ausgewählt, die eine möglichst große Strahlkraft in den Bereichen Vegetationsbrandprävention und Vegetationsbrandbekämpfung erwarten ließen. Dabei lag ein besonderer Fokus auf Vorhaben, die den Feuerwehren und/oder den Forstleuten zugutekommen sowie deren Zusammenarbeit stärken.

Förderfähig waren Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Gebietskörperschaften sowie weitere Einrichtungen wie Stiftungen, Vereine und Verbände in Deutschland. Aus den eingereichten Projektskizzen wurden insgesamt zwölf Projekte durch das FFFLab ausgewählt. Diese werden seitdem umgesetzt und bis Ende 2028 bearbeitet.

Die geförderten Vorhaben leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Vegetationsbrandprävention und Vegetationsbrandbekämpfung sowie zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und weiteren relevanten Akteuren.

Auch während der laufenden Projektphase freuen wir uns über neue Ideen, den fachlichen Austausch und die Vernetzung mit interessierten Partnerinnen und Partnern. Ebenso stehen wir für Fragen zu den Projekten und ihren Ergebnissen jederzeit gerne zur Verfügung.

Im Governance-Konzept finden Sie weitere Informationen zum Prozessablauf und wie die Skizzen eingereicht werden konnten. Weitere Fragen werden auch in unseren FAQ beantwortet. 

Community Projekte

Folgende Community-Projekte werden im Rahmen der DATIpilot Innovationscommunity FFFLab bereits gefördert:

WiTAFFF
WissensTransfer durch Aus- und Fortbildung für Forst und Feuerwehr

Projektbeschreibung

Vegetationsbrände bzw. deren Prävention spielen in der forstlichen Ausbildung bisher nur eine sehr geringe oder gar keine Rolle, da sie bisher in den meisten Regionen Deutschlands nicht oft oder nur in geringem Ausmaß auftraten. In der feuerwehrtechnischen Ausbildung nahmen einige Bundesländer die Vegetationsbrandbekämpfung inzwischen in ihre Lernzielkataloge auf, aber die Ausbildung auf der Fläche weist, aufgrund der je nach Region geringen Frequenz an Ereignissen, noch Lücken auf. Im Zuge des Klimawandels wird die Gefahr, dass Vegetationsbrände auftreten aber in ganz Deutschland zunehmen. Deswegen müssen sowohl die Bewirtschafter der Wälder als auch die Feuerwehrleute geschult und besser auf den Ernstfall vorbereitet sein. 

Das Projekt zielt darauf ab, spezifische Schulungsunterlagen für unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln, den Wissensaustausch zwischen Feuerwehr und Forstwirtschaft zu fördern und ein standardisiertes Vorgehen zu entwickeln, wie die beiden Akteure den vorbeugenden, aber auch abwehrenden Brandschutz gemeinsam für ihr jeweiliges Einsatzgebiet erarbeiten können. Dadurch wird nicht nur die Innovationskraft in der Vegetationsbrandbekämpfung gesteigert, sondern auch die nachhaltige Partnerschaft zwischen Wissenschaft, Praxis und Verwaltung gestärkt, was den Schutz der Wälder langfristig sichert. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, neue Formate für den Austausch und die Ko-Kreation von Wissen und Technologien zu erproben, um komplexe gesellschaftliche Herausforderungen, wie den Umgang mit Vegetationsbränden, effektiver zu bewältigen und wertvolle Synergieeffekte zu generieren.

Durch die Feuerwehr Frankfurt a.M. wird ein Ausbildungskonzept für die Feuerwehr entwickelt, das u.a. auch die Etablierung einer Spezialeinheit „Vegetationsbrand“ auf Kreisebene vorsieht. Die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg eruiert und entwickelt Inhalte für die Berufsausbildung sowie die Studiengänge im Bereich Forstwirtschaft. In Kooperation mit dem Forstamt Otterberg in Rheinland-Pfalz, das als Leuchtturmgebiet fungiert, wird ein ganzheitliches Konzept für die Aus- und Fortbildung von Forst und Feuerwehr entwickelt und erprobt sowie ein Waldbrandmanagementplan erarbeitet. Das Vorgehen für die Erstellung des Waldbrandmanagementplans soll auch auf andere Gebiete übertragbar sein.

Foto: (c) Chobotsky

Projektlaufzeit

10/2025 bis 09/2027 

Projektpartner

Branddirektion Frankfurt a. M. | Landesforsten Rheinland-Pfalz | Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Ansprechpartner

Michael Müller, Branddirektion Frankfurt a. M.
Marie Fuchs, Branddirektion Frankfurt a. M.
Kontakt: info@vegetationsbraende.de 

ForFireOS
KI-gestützter Wissenstransfer zu Vegetationsbränden für Feuerwehr und Forstwirtschaft

Ziel

Entwicklung eines KI-gestützten Assistenzsystems zur Bereitstellung von Lageeinschätzungen, einsatzrelevanten Checklisten und strukturiertem Fachwissen über Vegetationsbrände für die deutsche Feuerwehr und Forstwirtschaft – mit einem ersten Anwendungsschwerpunkt in einer Modellregion in Baden-Württemberg.

Projektbeschreibung

ForFireOS verfolgt das Ziel, Einsatzkräften der Feuerwehr sowie Fachpersonal aus der Forstwirtschaft ein intelligentes, sprachbasiertes System zur Verfügung zu stellen, das bei der Beurteilung von Vegetationsbränden unterstützt und konkrete, lageangepasste Handlungsempfehlungen liefert. Im Zentrum steht die Generierung von strukturierten Lageeinschätzungen und einsatzspezifischen Checklisten für die initiale Phase eines Vegetationsbrandeinsatzes.

In der ersten Projektphase wird ForFireOS gezielt auf eine Modellregion in Baden-Württemberg ausgerichtet, um dort regionale Besonderheiten – etwa topografische, forstliche und einsatztaktische Rahmenbedingungen – zu berücksichtigen und das System unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln. Mithilfe eines Large Language Model (LLM) werden vorhandene Wissensquellen wie Einsatzdokumentationen, Fachliteratur und Ausbildungsverordnungen systematisch erschlossen und für die Anwendung nutzergerecht aufbereitet.

Funktionale Schwerpunkte

ForFireOS liefert dynamisch generierte Lageeinschätzungen und strukturierte Checklisten zur Einsatzvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung bei Vegetationsbränden. Ergänzt wird dies durch Hintergrundinformationen zu taktischen Optionen, Sicherheitsaspekten sowie forstlichen und ökologischen Rahmenbedingungen. Das System unterstützt zudem die Aus- und Fortbildung durch die verständliche Vermittlung von Fachinhalten in interaktiver Form. Inhalte und Empfehlungen werden gezielt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzergruppen abgestimmt – etwa für Einsatzleitungen, Führungsunterstützung oder Ausbildungspersonal.

Innovationsgehalt

ForFireOS nutzt moderne Sprachmodelltechnologie, um komplexes, einsatzrelevantes Wissen in ein dialogorientiertes, praxisnahes Format zu überführen. Die Kombination aus KI-gestützter Wissensstrukturierung, regionaler Anpassung und direkter Anwendbarkeit in der Einsatzpraxis schafft ein neuartiges Unterstützungswerkzeug für den Vegetationsbrandschutz.

Zielgruppen

  • Kommunale und überregionale Feuerwehren
  • Forstämter und Landesforstverwaltungen
  • Katastrophenschutzbehörden
  • Bildungseinrichtungen im Bereich Brand- und Forstschutz

Projektlaufzeit

02/2025 bis 01/2026

Projektpartner

EDI GmbH | Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Ansprechpartner

Thomas Freudenmann, EDI GmbH, freudenmann@edi.gmbh 
Diana von Landsberg-Velen, HFR, vonLandsberg-Velen@hs-rottenburg.de 

fireKOMM
Neue Kommunikationslösung für Vegetationsbrände

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

VIDA
KI-gestütztes System zur Lokalisierung von Bränden auf Basis von Notrufbildern /-videos

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

FireBase
Citizen-Science-Plattform (Datenbank) für Feuer

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

LUITA
Luftgestützte interdisziplinäre taktische Aufklärung

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

Forest Shield
Optimierter Wasserabwurf für luftgestützte Waldbrandbekämpfung

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

eWiTAFF
E-Learning Wissenstransfer für Aus- und Fortbildung (Forst+Wehr)

Diese Projektvorstellung wird aktuell überarbeitet. In Kürze findet Ihr hier alle Infos über das Projekt.

Förderformate

Im Rahmen der Förderung durch die Innovations-Community „FFFLab“ konnten Projektideen/Skizzen in 3 verschiedenen Förderformaten eingereicht werden.

 Communityprojekte (Reguläre FuE-Projekte)CommunitysprintsPraxis-Sprint
ZielIndividuell zugeschnittene Förderung für Forschungs- und Transferarbeiten mit längerer Laufzeit, höherem Mittelbedarf und/oder mehreren Partnern.Einfache Förderung für schnell umsetzbare Forschungs- und Transferarbeiten als Einzelprojekt (nur wissenschaftliche Partner) oder als Verbundprojekt (1 wissenschaftlicher Partner + 1 Praxispartner).Einfache Förderung für Verbünde, bei denen Communitysprints nicht passen. Wissenschaftliche Partner beantragen Communityprojekte, Praxispartner beantragen Vorhaben ähnlich Communitysprint. Mehrere Partner möglich, reine Praxisverbünde ausgeschlossen.
Anzahl PartnerUnbegrenztMax. 2 Partner: mind. 1 wissenschaftlicher Partner, optional 1 PraxispartnerMind. 2 Partner: mind. 1 wissenschaftlicher und 1 Praxispartner
LaufzeitMax. 36 MonateMax. 18 MonateWissenschaftliche Partner: max. 36 Monate
Praxispartner: max. 18 Monate
Abweichende Laufzeiten im Verbund möglich
FördersummeUnbegrenztMax. 150.000 € pro Partner (+20 % Projektpauschale bei AZAP)Wissenschaftliche Partner: unbegrenzt
Praxispartner: max. 150.000 €
Förderquote25 % – 100 %i.d.R. 100 %i.d.R. 100 %
Falls BeihilfeAGVO oder De-minimisNur De-minimisNur De-minimis
FörderungAlle Positionen
unechte Pauschalen für:
– Reisen
– Workshops/Catering
– Sachausgaben/-kosten
Nur Personal, Reisen, Aufträge
Keine Sachausgaben
10 % Overhead auf Personal für berechtigte Einrichtungen
unechte Pauschalen für Reisen, Workshops/Catering
Wissenschaftliche Partner: wie bei Communityprojekten
Praxispartner: Personal, Reisen, Aufträge, max. 5.000 € Sachausgaben
10 % Overhead auf Personal für Berechtigte
BemessungAZA(P), AZK oder AZVNur AZA(P) oder AZV, Ausnahme: AZK bei FhG, HelmholtzWissenschaftliche Partner: AZA(P), AZK, AZV
Praxispartner: nur AZA
Besonderheiten– Umwidmung bis 100 % ohne Antrag
– Vereinfachtes Antragsformular (easy-online)
– Bewilligung meist innerhalb von 3 Monaten
– Vereinfachtes AZA-Formular nur für Praxispartner
– Bewilligung meist innerhalb von 3 Monaten
– Kombination von Formaten möglich
– Bewilligung meist innerhalb von 3 Monaten
BerichtspflichtenReguläre BerichtspflichtenKeine Sachberichte zum ZwischennachweisReguläre Berichtspflichten
1 staatlich anerkannte Hochschulen, Universität(skliniken), außeruniversitäre Forschungseinrichtungen: Institute der Fraunhofer, Leibniz, Helmholtz und Max-Planck-
Gesellschaft, Ressortforschungseinrichtungen sowie weitere Einrichtungen, deren Hauptaufgabe in der Forschung liegt
2 Praxispartnerinnen und Praxispartner sind unter Bezug zur o.g. Definition der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nicht-wissenschaftliche Partner, z.B. Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Gebietskörperschaften sowie sonstige Einrichtungen wie Stiftungen, Verbände, Vereine oder Bil-
dungseinrichtungen. Sie müssen ihren Sitz (Betriebsstätte, Einrichtung) in Deutschland haben.

Kriterienkatalog

Im Kriterienkatalog finden Sie die relevanten Kriterien, die für die Bewertung der Projektideen durch die Prüf- und Begleitkommission relevant sind.

PDF des Kriterienkatalogs zum Download

Beratungsangebote

Auch wenn die aktuellen Förderaufrufe bereits abgeschlossen sind, freuen wir uns jederzeit über neue Projektideen und den Austausch mit engagierten Akteurinnen und Akteuren.

Wir unterstützen Sie dabei, passende Netzwerke und Kooperationspartner zusammenzubringen, beraten zu möglichen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten und geben Orientierung bei der Weiterentwicklung Ihrer Vorhaben.

Sie haben eine Idee, ein Projekt oder möchten sich zu Fördermöglichkeiten informieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und den gemeinsamen Austausch.

vegetationsbrand@hs-rottenburg.de

Förderung beantragen in 3 Schritten:

Schritt 1
Schritt 2
  • Projektskizze per Mail einreichen an vegetationsbrand@hs-rottenburg.de (Fristen sind 15.10.2025 und 31.1.2026)
  • Nach der Skizzeneinreichung erfolgt noch ein kurzes Interview mit dem Beirat des FFFLab (Auswahlgremium)

Schritt 3

Bei positiver Bewertung durch das Auswahlgremium:

  • Einreichung eines Förderantrags beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) über das Antragsportal easy-online